Europäisches Institut für Menschenrechte
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Der Islam 

Der Islam - Teil 8

Die Bedeutung des Propheten Mohameds für die Moslems und seine Beispielhaftigkeit.

Der Islam - Teil 8

Der liebe Gott berichtet über die Bedeutung unseres Propheten Mohameds für die Moslems im Koran wie folgt: „O Prophet, Wir haben dich als einen Zeugen entsandt, und als Bringer froher Botschaft, und als Warner. Und als einen Aufrufer zu Allah nach Seinem Gebot, und als eine leuchtende Sonne.” (33:45-46). Gemäß diesem Vers wären die Pflichten des Propheten: als Beispiel dienen, die frohe Botschaft vermitteln, warnen, aufrufen und die Menschheit aufleuchten wie eine Sonne.

Er wurde entsandt nur als eine Barmherzigkeit für alle Welten. (21:107). Zeit seines Lebens folgte er den Geboten, die ihm offenbart wurden, und erlebte die Religion bis ins kleinste Detail. Er führte ein musterhaftes muslimisches Leben und war das schönste Beispiel für die Menschheit. Über die Beispielhaftigkeit unseres Propheten sagt Gott im Koran: „Wahrlich, ihr habt an dem Propheten Allahs ein schönes Vorbild für jeden, der auf Allah und den Letzten Tag hofft und Allahs häufig gedenkt.” (33:21)

Unser Prophet zeigte uns die schönsten Beispiele der Sittsamkeit, indem er sie selbst praktizierte. In der Zeit des altarabischen Heidentums vor dem Islam rettete er seine Gefährten aus dem Sumpf des Polytheismus, Heidentums und der Unterdrückung und machte aus ihnen eine musterhafte Gesellschaft. Vielleicht war dies nach der Überbringung des Korans sein größtes Wunder.

Die Moslems, die ihm folgen, müssen den Weg des Propheten gehen und eine Moral entwickeln, die der des Propheten entspricht. Das erfordert die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft der Muslime.

Im Koran wird mit dem Vers, „Und du besitzest ganz sicherlich hohe moralische Eigenschaften“ (68:4) die Moral des Propheten gelobt. Er selbst sagte, „wahrlich, Ich wurde entsandt, um die schöne Moral zu vervollkommnen“.

In einer weiteren Überlieferung stellt der Prophet eine Verbindung zwischen dem Glauben und der Moral her: „Die guten von euch sind die, welche über die schönste Moral verfügen.“ Woanders sagt der Prophet: „Unter euch sind diejenigen, die ich am meisten liebe und die mir am Jüngsten Tag am nächsten stehen werden, die mit der schönsten Moral.“

Ein Wesenszug der hohen Moral unseres Propheten war seine Verlässlichkeit. Er hielt sich unbedingt zu seinen Worten und löste seine Versprechen rechtzeitig ein. Er war immer aufrichtig, hatte nie im Leben gelogen, nicht einmal spaßeshalber. Durch diese Eigenschaften hatte er, längst bevor er Prophet wurde, innerhalb der Gesellschaft den Kosenamen „Emin“ erhalten. Man nannte ihn also, „Mohammed der Vertrauenswürdige“. Selbst die Ungläubigen konnten ihm keine Lügen vorwerfen. Er verlangte von jedem, dass sie rechtschaffen und zuverlässig würden. Rechtschaffenheit würde zur Güte und zu Wohltaten führen, welche schließlich ins Paradies führten.

Wenn wir einen Blick auf seine hohe Moral werfen, an der sich Muslime ein Beispiel nehmen müssen, können wir sagen: Der Prophet war tolerant, freundlich, nett und feinfühlig. Er war nicht lieblos, barsch und verletzend. Niemals benutzte er laute und unhöfliche Worte.

Er hielt niemandem seine Fehler vor, er unterbrach den Redenden nicht, hörte ihm zu, bis dieser fertig war. Er mischte sich niemals in niemandes Privatleben ein. Er war äußerst anständig und keusch, hatte großes Schamgefühl. Was er für sich wünschte, wünschte er auch für andere. Er wich niemals von der Gerechtigkeit ab.

Niederträchtige Handlungen gegen seine Person vergab er. Er kränkte niemanden. Er versuchte so gut wie möglich, jede Einladung anzunehmen. Er setzte jeden gleich, ungeachtet dessen sozialen Status, ob frei oder Sklave, ob reich oder arm, ob alt oder jung. Insbesondere um die Armen, Waisen und Alleinstehenden kümmerte er sich noch mehr. Er besuchte die Kranken. Kümmerte sich höchstpersönlich um Menschen, die eine Beschwerde hatten, und teilte ihr Leid. Er war äußerst großzügig und führte ein bescheidenes Leben. Er wusste es als die größte Ehre, Gott zu dienen. Den vergänglichen Früchten dieser Welt maß er keine Bedeutung bei.

Ein Gefährte von ihm, namens Enes, der seit seiner Kindheit zehn Jahre lang in seinem Dienste war, sagte: „Ich habe dem Propheten zehn Jahre lang gedient. Nicht ein einziges Mal habe ich ihn sagen hören, wieso hast du das so und so getan und nicht so und so?“

Auch was die Gebete angeht war der Prophet ein Vorbild. Oft betonte er, dass die Gebete aufrichtig und dauerhaft verrichtet werden müssten. Er rief immer zur Frömmigkeit auf, die die Aufrechterhaltung des Bewusstseins als Diener Gottes bedeutet. Zum wahren Genuss des Glaubens könne man nur dann gelangen, wenn der Glaube mit Gebeten und schönen Taten unterstützt wird. Obwohl er sehr am Gebet hing, bevorzugte er immer den leichten Weg, damit seine Gefährten und sein Volk nicht des Betens müde wurden. Das Verrichten des Gebets fasste er kurz, da er auf Kinder, deren Mütter und ältere Menschen bedacht war.

Eine andere Angelegenheit, die den Propheten für die Muslime so wichtig macht, ist, dass er am Tag des Jüngsten Gerichts für alle Muslime eine Fürsprache einlegen wird. Diesbezüglich sagte der Prophet Mohammed: „Jeder Prophet durfte ein Gebet zugunsten seines Volkes aussprechen. Ich bewahre mein Gebet für den Tag des Jüngsten Gerichts auf.“

Islamische Gelehrte, die all diese Angelegenheiten in Betracht zogen, sagten, dass Muslimen, die dem Propheten folgen und die Einheit Gottes akzeptieren und Gott nichts weiteres gleichsetzen, dank der Fürsprache des Propheten verziehen werde, nachdem sie in Rechenschaft gezogen werden.

Der Islam - Teil 7

„Der Sinn des Glaubens an Propheten und dessen Bedeutung für das Individuum und gesellschaftliche Leben“.

Der Islam - Teil 7

Gott hat den Menschen in seinem irdischen Leben nicht auf sich alleine gestellt und ihn nicht alleine gelassen. Er hat die Propheten als Botschafter zu den Menschen entsandt und über die Propheten seine Bücher. Dadurch wollte Gott den Menschen den wahren Weg zeigen.

Der Mensch wurde als ein Wesen mit Verstand erschaffen. Er verfügt über zahlreiche Fähigkeiten. Doch um zu wissen, was die Gebote Gottes sind, um zu verstehen, was recht ist und um zu lernen, wie er Gott anbeten soll, braucht der Mensch Propheten und die heiligen Bücher. Gott hat dieses Bedürfnis des Menschen dadurch gedeckt, indem er in jedem Zeitalter Propheten schickte, die er auserwählt hatte.

Und in jedem Volke erweckten Wir einen Gesandten, der da predigte: «Dienet Allah und meidet den Bösen.» (16:36). So steht es im Koran geschrieben.

Diese von Gott auserwählten Propheten waren derart vorbildliche und sittsame Persönlichkeiten, dass die Menschen keine Ausreden finden konnten, um Gott nicht zu dienen.

Sie verkündeten und warnten. Sie sind nur einer von mehreren Gnaden Gottes für die Menschheit. Im Koran wird das folgendermaßen beschrieben: „Wahrlich, Allah hat den Gläubigen Huld erwiesen, indem Er unter ihnen aus ihrer Mitte einen Gesandten erweckte, der ihnen Seine Zeichen vorträgt und sie reinigt und sie das Buch und die Weisheit lehrt; und zuvor waren sie gewiß in offenkundigem Irrtum.“ (3:164)

Das Prophetentum ist nicht etwas, was man durch arbeiten erringen kann. Als ein Prophet auserwählt zu werden, ist eine Gnade Gottes. Gott schützte seine für diese Aufgabe auserwählten Gesandten vor jeglichem Bösen und befähigte sie zu dieser Würde.

Gott forderte von allen Menschen, dass sie an seine Propheten glaubten. Der Glaube an Propheten ist also ein notwendiger Glaubensgrundsatz im Islam. Der Glaube an Propheten erfordert, dass auch an die Botschaften geglaubt wird, die sie den Menschen von Gott überbringen, und dass deren Gebote befolgt werden.

Den Gesandten zu leugnen, heißt auch den Entsendenden zu leugnen. Zwischen den Gesandten Gottes einen Unterschied zu machen, an die einen zu glauben und die anderen zu verwerfen, würde den Menschen in die Irre führen. Diesbezüglich steht im Koran geschrieben: „Die an Allah und Seine Gesandten nicht glauben und einen Unterschied machen möchten zwischen Allah und Seinen Gesandten und sagen: «Wir glauben an die einen und verwerfen die anderen», und einen Weg zwischendurch einschlagen möchten: Sie sind die wahren Ungläubigen.“ (4:150-151)

Der Prophet Mohamed selbst sagte in dieser Hinsicht: „Der Koran nennt nur einige der Gesandten. Es wird jedoch angekündigt, dass zu jedem Volk unbedingt ein Prophet gesandt wurde, um das Volk zu warnen.“

Alle Propheten, seit Beginn der Menschheit bis hin zu Mohammed, verkündeten dieselbe Religion, nämlich den Islam. Sie brachten alle dieselbe Botschaft. Jeder kannte den anderen an, keiner widerrufte den anderen.

Die Propheten strebten dafür, die Menschheit vor dem Höllenfeuer zu bewahren. Das stellte unser Prophet wie folgt dar: „Ich und du sind wie einer, der ein Feuer anzündet, und Motten und andere Insekten beginnen dorthin zu fliegen, um davon verzehrt zu werden. Und derjenige, der das Feuer angezündet hatte, versucht sie davon abzuhalten. Ich bin wie dieser Mann, indem Ich versuche, euch an den Hüften zu halten, um euch vor dem Höllenfeuer zu retten, aber ihr schlüpft mit aus den Händen.“

Die Propheten sind mit übermenschlichen Eigenschaften ausgestattet, sie sind äußerst sittsam und hervorragend. Sie sind vollkommen und musterhaft, sie besitzen einen reinen Charakter. Niemals würden sie vom rechten Weg abweichen. Sie rufen immer zum Guten und Schönen auf. Es sind die gemeinsamen Eigenschaften aller Propheten, dass sie aufrichtig, verlässlich und klug sind, dass sie keine Sünden begehen und die Gebote, die sie von Gott erhalten, an ihr Volk übermitteln.

Dem Islam zufolge sind die Propheten die Diener und Gesandten Gottes, deren Auftrag es ist, die Botschaft Gottes an die Menschen zu überbringen. Ihnen irgendeine Gottheit zuzuschreiben, kann nicht der Fall sein. Außer das, was Gott ihnen offenbart, können sie das Unwissbare nicht wissen.

Gott hat seinen Propheten einige Wunder erlaubt, als Beweis dafür, dass sie Gottes Gesandte sind. Abraham konnte das Feuer nichts anhaben, Moses teilte das Wasser. Solche Wunder wurden vor den Augen der Menschen vollbracht. Trotzdem gab es Menschen, die ihnen kein Glauben schenkten, sich über sie lustig machten oder sie tyrannisierten.

Die Propheten waren nicht nur Verkünder der Religion, die das Fundament der geistigen Momente der Zivilisation ausmacht, sondern sie waren auch Vorreiter der materiellen Momente der Zivilisation. Sie spielten eine führende Rolle in Handwerk und Technik. Der Prophet Idris z.B. lehrte den Menschen das Schneidern, Noah den Schiffbau, David das Schmieden und die Herstellung von Kettenpanzerhemden, Luqman die Medizin.

Dass die Propheten von den Menschen ausgewählt wurden, machte das Verstehen und Praktizieren der Religion leichter. Denn die Propheten praktizierten die Gebote der Religion höchstpersönlich. Bedeutende Eigenschaften wie Aufrichtigkeit und Verlässlichkeit wurden von den Propheten bestens vertreten und die Auffassung der hohen Moral wurde ins Leben gerufen. Sie zeigten uns, dass die größte Belohnung für uns der Wille Gottes ist.

Jakob mit seiner Hoffnung, Josef mit seiner Begabung, Moses mit seinem Recht und Hiob mit seiner Geduld gaben ihren Völkern und der gesamten Menschheit unvergessliche Lehren.

Der Islam - Teil 6

Der Glaube an Bücher und dessen Bedeutung für das Individuum und die Gesellschaft.

Der Islam - Teil 6

Der Dialog Gottes mit den Menschen erfolgte über die Vermittlung der Offenbarungen durch die Engel an die Menschen. Die Gebote Gottes wurden an die Menschen über seine Bücher vermittelt, die sein Wort enthalten. Durch diese Bücher zeigte Gott der Menschheit den wahren Weg, kündigte ihre Pflichten und Aufgaben an, belehrte sie, was recht und was unrecht war. Himmlische Bücher sind heilige Gesetze Gottes und deshalb einer der wichtigsten Segen Gottes für die Menschheit. An alle Bücher zu glauben, die die Botschaft Gottes enthalten, zählt für uns zu den essentiellen Glaubensinhalten.

An die Bücher zu glauben, bedeutet, an die Richtigkeit und Wahrhaftigkeit des Wortes Gottes zu glauben. Der Glaube an Gottes Bücher ist ein Begriff, der besagt, dass Gott an auserwählte Propheten Bücher schickte und dass Menschen auf beiden Welten glücklich sein werden, wenn sie sich vom ganzen Herzen zu den Büchern Gottes bekennen und ein dementsprechendes Leben führen.

An die Bücher zu glauben heißt, sein Leben gemäß ihren Befehlen zu gestalten.

Gott sagt im Koran: „Und wer nicht an Allah und Seine Engel und Seine Bücher und Seine Gesandten und an den Jüngsten Tag glaubt, der ist wahrlich weit irregegangen.“ (4:136) Somit wird angedeutet, dass das Nicht-Glauben an Bücher ein Frevel und ein Abweichen vom rechten Weg sei.

Göttliche Bücher sind die Worte Gottes. Sie sind die konkreten Formen der Botschaft Gottes, die er an seine Propheten offenbarte.

Der Grund, weshalb die an Propheten entsandten Bücher als „göttlich“ bezeichnet werden, ist, dass diese von Gott geschickt wurden und dass sie nichts Menschliches enthalten. Alle göttlichen Bücher sind die Worte Gottes. Dennoch muss an dieser Stelle vermerkt werden, dass heute nur der Koran vollkommen unverändert, im Originalzustand erhalten ist. Daran wird sich auch bis zum Weltuntergang nichts ändern.

Die Bücher Gottes sind die Verkörperungen seiner Worte in Buchstaben und Zeilen. Daher sind göttliche Bücher die überlegensten aller Worte. Der Prophet sagte einst: „Die Überlegenheit der Worte Gottes ist wie die Überlegenheit Gottes gegenüber seinen Geschöpfen.“

In einer anderen Überlieferung sagt der Prophet: „Für Gott gibt es kein einziges Wort, das höher wäre als das Seine. Auch Seine Diener haben Ihn je mit einem Wort angesprochen, das anmutigerer wäre, als das Seine.“ Somit betonte der Prophet die Größe des Wortes Gottes und dass seinesgleichen nicht ausgesprochen werden könne.

Gott sprach in den Büchern oft Warnungen aus, so dass der Mensch seinen Herrn richtig kennenlernt und ihm besser dient. Themen über den Glauben und die Gebete, moralische Verpflichtungen, die Erfahrungen vergangener Völker, wichtige Prinzipien für das irdische Leben sowie die Natur des Jenseits, machen generell das Inhalt der heiligen Bücher aus. Die Prinzipien in den göttlichen Büchern sind für Menschen wegweisend, damit sie auf beiden Welten das Glück finden.

Dem Koran und der Überlieferung zufolge hat Gott Moses die Thora geschickt, David das Buch der Psalmen, Jesus das Evangelium und Mohammed den Koran. Zudem wurden Adam 10 Seiten, Set 50 Seiten, Idris 30 Seiten und Abraham 10 Seiten heiligen Schriftes geschickt.

Unserem Glauben zufolge muss jeder, der vom Propheten und dem Koran Kenntnis hat, dem letzten Propheten und dem letzten Buch Gottes gehorchen.

Der Koran spricht die gesamte Menschheit an und ist für sie wegweisend. Der Mensch ist unter der Führung dieses letzten göttlichen Buches seinen eigenen Erfahrungen und seiner eigenen Vernunft angewiesen. In seiner letzten Rede sagte der Prophet. „Ich hinterlasse euch etwas derartiges, dass wenn ihr ihm folgt, niemals irregehen werdet. Das ist das Buch Gottes.“ Somit deutete der Prophet, dass der Koran sein größtes Erbe an die Menschheit ist.

Kurz zusammengefasst können wir über die heiligen Bücher Folgendes sagen: Sie sind wegweisend, enthalten Regeln für das Dienen an Gott, für den Verkehr mit der Natur und für das Zusammenleben. Die Befehle Gottes konnten durch diese Bücher erfahren werden. Gäbe es diese nicht, wären den Menschen die Prinzipien vorenthalten, womit sie ihr Leben gestalten können. Sie würden keine Ahnung davon haben, weshalb sie erschaffen wurden, was ihre Pflichten und Verantwortungen sind, wie z.B. das Jenseits aussieht.

Die Botschaften und Lehren in den Büchern sind solche, die der Mensch eigenständig nicht erfahren kann. Der Mensch kann nicht exakt wissen, was für ihn gut und was schlecht ist, was auf ihn letztendlich wartet und wie er mit seinem ‚Ich' umgehen muss. Wenn es diese Kenntnis nicht gäbe, würde der Mensch seine Vergangenheit oder Zukunft nicht wissen können, und würde an dieser Welt scheitern.

Göttliche Bücher wurden den Menschen von auserwählten Propheten überbracht und göttliche Befehle erstmals von ihnen selbst praktiziert. Das zeigt uns, dass die Befehle in den Büchern durchaus praktizierbar sind. Dank ihnen erfahren wir über die Religion Gottes. Und dank ihnen wird das geistige Leben des Individuums und der Gesellschaft verstärkt und bereichert.

 

Der Islam - Teil 5

Das Glauben an die Engel und dessen Bedeutung angesichts des Individuums und der Gesellschaft.

Der Islam - Teil 5

Engel sind Wesen aus Licht, erschaffen, um verschiedene Aufgaben zu verrichten, wie z.B. die Übermittlung zwischen Gott und Mensch. Sie können nicht gesehen werden. Ihre Pflicht ist es, Gott anzubeten. Tag und Nacht sind sie damit beschäftigt, Gott in Ehrfurcht anzubeten. Keineswegs revoltieren sie gegen Gott und handeln nicht im Geringsten wider seines Willen. Sie können überall sein, auf der Erde und im Himmel. Binnen kürzester Zeit können sie die größten Strecken zurücklegen. Sie können in jeder Gestalt erscheinen.

Die Existenz der Engel steht im direkten Bezug zur absoluten Macht Gottes.

Gott hat die Engel rein von menschlichen Trieben erschaffen, wie z.B. von Wollust oder Zorn. Sie haben kein Ego. Sie besitzen keine Eigenschaften wie essen, trinken, schlafen, heiraten und sich fortpflanzen. Da sie keine Sünden begehen und Inbegriffe der absoluten Ergebenheit an Gott, der Güte und Schönheit sind, werden sie von allen beneidet.

Alle himmlischen Religionen, allen voran der Islam, alle heiligen Bücher und Propheten berichteten von der Existenz der Engel. Für einen Muslimen ist es unvorstellbar, dass er nicht an Engel glaubt. In mehreren Koran-Versen kommt das Glauben an Engel unmittelbar nach dem Glauben an Gott, wenn die essentiellen Glaubensinhalte aufgereiht werden. Einer dieser Verse lautet: „Dieser Gesandte glaubt an das, was zu ihm herabgesandt wurde von seinem Herrn, und (also) die Gläubigen: sie alle glauben an Allah, und an Seine Engel, und an Seine Bücher, und an Seine Gesandten“ (2:285) Der Prophet selbst bezeichnet den Glauben wie folgt: „Der Glaube ist das Glauben an Allah, an Seine Engel, Seine Bücher, an das Treffen mit Ihm, an Seine Propheten und an die Wiedererstehung nach dem Tode.“ Auch hier rangiert das Glauben an Engel an zweiter Stelle.

Das Glauben an Engel, diesen unsichtbaren Geschöpfen, ist ein wesentlicher Zug der Muslime, an das Ungesehene zu glauben. Die Engel zu leugnen, die Zeugen Gottes sind, bedeutet laut Koran, weit abgeirrt sein. Denn, die Engel zu leugnen, heißt die Offenbarung zu leugnen, die die Engel übermittelten; heißt, die Propheten zu leugnen, an die offenbart wurde, und deshalb heißt es auch, Gott zu leugnen, der offenbarte.

Wie viele Engel es gibt und was ihre Aufgaben sind, das weiß nur Gott allein. Aus dem Koran und den Überlieferungen erfahren wir über die Engel Folgendes: Es gibt vier Erzengel. Gabriel ist der Übermittler der Offenbarung an die Propheten; Michael der Engel des Lebensunterhalts und des Segens; Azrail, der Todesengel; und Israfil, der Engel, der am Tag des Jüngsten Gerichts am Horn blasen wird.

Außerdem wird von anderen Engeln berichtet, die Gott sehr nahe stehen, die den Himmel tragen, die die guten und bösen Taten der Menschen aufzeichnen, die die Menschen beschützen, die die Menschen nach ihrem Tode in ihren Gräbern befragen, die das Paradies und die Hölle bewachen. Der Prophet teilte indes mit, dass es einige Engel gebe, die ihn von den Grüßen der Gläubigen benachrichtigten.

Ein Muslim, der an die Existenz der Engel glaubt, scheut sich, etwas Falsches zu tun. Egal wo er ist, er weiß, dass die Engel ihn stets beobachten und dass alles, was er tut, aufgezeichnet wird. Dieses Wissen trägt dazu bei, dass dieser Mensch ein noch größeres Verantwortungsgefühl entwickelt. Er würde z.B. auf sein Benehmen und seine Wörter achten. Das heißt also, dass der Mensch in seinem Glauben an die Engel es meidet, etwas Böses zu tun.

Einst sagte der Prophet Mohamed: „Sowohl der Teufel als auch ein Engel flüstern dem menschlichen Herzen einige Dinge zu. Der Teufel ruft den Menschen zum Bösen auf, zur Abweichung vom Rechten. Die Pflicht des Engels dagegen ist es, zum Rechten und Gutem aufzurufen und vom Bösen fernzuhalten. Wer auch immer in seinem Herzen eine Stimme wahrnimmt, der ihn zum Guten leitet, der soll wissen, dass dies die Stimme des Engels ist. Er soll sich alsbald dieser Stimme fügen und Gott danken. Und wer in seinem Herzen eine Stimme wahrnimmt, der ihn zum Bösen leitet, der soll wissen, dass dies die Stimme des Teufels ist. Er soll sich von ihr fernhalten und Zuflucht bei Allah suchen.“ In diesem Zusammenhang kann durchaus gesagt werden, dass die Engel den Menschen dabei helfen, den richtigen Weg zu finden und geistig aufzusteigen, indem sie den Menschen Gutes und Segensreiches suggerieren.

Engel ermutigen Gläubige in dürftiger Zeit, helfen ihnen und beten für sie. Jemand, der an deren Existenz glaubt, findet darin ein Trost, wenn er bedrückt oder traurig ist. Seine Moral ist dadurch gestärkt. Das schützt einen Muslim davor, nicht in Verzweiflung zu geraten. Er wird dadurch stärker. Der Gedanke, dass sündlose Wesen wie die Engel Gott für ihn anbeten, erleichtert ihn. Die Welt des einsamen Menschen wird durch den Gedanken, dass um ihn schützende und wohlwollende Engel sind und ihn begleiten, erleuchtet.

Wenn ihm Unrecht widerfährt und niemand ihm glaubt, geriet der Gläubige nicht in Hoffnungslosigkeit, denn er weiß, dass die Engel seine Zeugen sind.

Bei den guten Taten, die er begeht, nimmt er die Unterstützung der Engel wahr, wodurch sein Herz mit Ruhe erfüllt wird.

Dass nach seinem Tode seine Seele nicht vergehen wird, lehrt ihm das Glauben an Engel, weshalb er auch den Tod nicht fürchtet.

 

Der Islam - Teil 4

Der Sinn des Glaubens an Allah, dessen Tiefgründigkeit sowie Bedeutung mit Blick auf das Individuum und die Gesellschaft.

Der Islam - Teil 4

Heute wollen wir über das Thema „Glauben an Gott“ sprechen. Der Glaube an Gott wird wie folgt bezeichnet: Vom ganzen Herzen bekennen, dass es keinen anderen Gott außer Allah gibt, dass es seinesgleichen nicht noch einmal gibt, und dieses Bekenntnis äußern und sein Leben dementsprechend gestalten. Mit anderen Worten: Der Glaube besteht aus Bekenntnis, Äußerung und Handlung. Fehlt eines dieser Momente, kann der Glaube nicht als reif genug bezeichnet werden. Der Prophet sagt, den Spruch „La ilahe illallah“, d.h., „es gibt keinen anderen Gott außer Allah“ zu wiederholen, sei die tugendhafteste Handlung. Dieser Spruch zeige das Geständnis des Glaubens an Allah.

Gott hat ein Recht darauf, dass die Menschen an ihn glauben, weil Er sie erschaffen und sie mit unzähligen Gaben überschüttet hat. Er erwartet von den Menschen, dass sie sich im Angesicht seiner Macht ihm fügen und seinen Geboten gehorchen. Gebete und Taten für die Gunst Gottes sind ein Beweis für den Gehorsam des Menschen. Gott zu lieben, für Gott zu lieben, die von Gott Geliebten zu lieben, alles um Gottes Willen zu tun, die von Gott beschriebenen Grenzen nicht zu überschreiten, ein Schamgefühl vor Gott zu haben… dies sind ebenfalls Widerspiegelungen des Gehorsams. Der Glaube einer Person, die all das vollbringt, wird als reif betrachtet. Solche Menschen kommen auf den wahren Genuss des Glaubens.

Der Glaube an Gott erfordert es, ihn viel zu lieben. Unser lieber Prophet sagte einst, dass die Reife des Glaubens nur dann möglich sei, wenn man Gott über alles liebt.

Jemand, der an Gott glaubt, widerspiegelt seinen Glauben in seinen Taten und seinem Verhalten. Er ist sich bewusst, dass Gott alles sieht und hört. Er richtet sich nach diesem Bewusstsein, egal ob er nun alleine ist, oder in Gesellschaft.

Er nähert sich den Erschaffenen mit Barmherzigkeit. Der Glaube an Gott erfordert also, dass man sittsam und tugendhaft ist, dass man ein Leben gemäß dem Glauben führt.

Der Glaube an Gott ist eine Tat, die jemandes Leben mit Zweck erfüllt, seine Lebensführung bestimmt, Richtung weisend für seine Gedanken und Entscheidungen ist und seine Beziehungen zu sich selbst, seiner Familie, der Gesellschaft und den gesamten Seienden organisiert. Der Glaube an Gott ist ein Schlüssel gegen das Böse, und ein Fenster, das sich dem Guten und den Schönheiten eröffnet.

Wenn man sich das Bild in den Überlieferungen des Propheten ansieht, hat jemand, der an Allah glaubt, die Pflicht, seine Nachbarn gut zu behandeln, seine Gäste zu bewirten, Gutes zu sprechen, seine Mitmenschen zu lieben, das, was er für sich wünscht, auch für andere zu wünschen und aufrichtig zu sein. Er muss diese universellen und gesellschaftlichen Werte besitzen und sich dementsprechend verhalten.

Gott beschreibt sich selbst im Koran wie folgt: Keineswegs ähnelt er seinem Geschöpf. Nichts gibt es Seinesgleichen. Er zeugt nicht und ward nicht gezeugt. Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem aus Sich Selbst Seienden und Allerhaltenden.

Er ist Herr der Herrschaft. Der Gewährer von Sicherheit, der Beschützer, der Allmächtige, der Verbesserer, der Majestätische, er ist der Vollkommene.

Nur Er ist unendlich. Er bestimmt und leitet alles. Wenn er ein Ding beschließt, so spricht Er nur zu ihm: „Sei!“, und es ist. Nicht ein Blatt fällt nieder, ohne dass Er es weiß; und kein Körnchen ist in der Erde Dunkel und nichts Grünes und nichts Dürres, das nicht in einem deutlichen Buch wäre.

Die Lösung aller Kummer liegt bei Ihm, die Heilung aller Krankheiten.

Allah ist stets mit den Gläubigen, steht ihnen immer bei. Wenn Er jemanden liebt, dann ist Er sein Ohr, mit dem dieser hört, und sein Auge, mit dem dieser sieht und seine Hand, mit der dieser zupackt und sein Fuß, mit dem dieser geht. Dass Er also diesen beschützt, ihn davor aufhält, etwas Sündenhaftes zu tun.

So steht es im Koran geschrieben: „Die aber sprechen: «Unser Herr ist Allah», und dann standhaft bleiben - zu ihnen steigen die Engel nieder (und sprechen): «Fürchtet euch nicht und seid nicht betrübt, sondern freuet euch des Paradieses, das euch verheißen ward.” (41:30)


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