Europäisches Institut für Menschenrechte
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Presse

Türkische Presseschau: 23.03.2016

Hier können sie einen Blick auf die türkische Presse werfen.

Türkische Presseschau: 23.03.2016

Wir haben wieder die wichtigsten Meldungen aus der türkischen Tagespresse für Sie zusammengestellt.

Yeni Safak schreibt unter der Schlagzeile“ der Terror hat dieses Mal das Herz Europas getroffen“, Brüssel, die Hauptstadt Belgiens und der Europäischen Union, sei von einer nacheinander folgenden Terroranschlägen erschüttert worden. Bei den drei Anschlägen im internationalen Flughafen und in einer Metrostation in der Nähe der EU-Gebäude seien 34 Menschen getötet und mehr hundert weitere verletzt worden. Die belgischen Behörden hatten die Alarmstufe auf vier erhöht. Alle Flüge und Zugverbindungen seien eingestellt worden. Schulen seien geschlossen und die Telefonverbindung seien unterbrochen worden. Die Bevölkerung sei aufgerufen worden, in ihren Häusern zu bleiben.

Hürriyet berichtet unter der Schlagzeile „sind die Brüsseler Anschläge die Rache des Paris-Bombers“, dass die Anschläge in Brüssel vier Tage nach der Festnahme des Hauptverdächtigen der Anschläge von Paris, Salah Abdeslam verübt worden sei, habe zu der Frage geführt, ob es sich um eine Vergeltung handelt. Im Zusammenhang mit den Anschlägen gebe es zwei Thesen. Erstens, die Anschläge sei von einer in Verbindung mit Abdeslan stehenden Terrorzelle verübt worden. Zweitens die Anschläge seien von einer Terrorzelle verübt worden, die sich seit längerem auf die Anschläge vorbereitet habe. In beiden Fällen würde sich die These nach einem Racheakt auf die Festnahme von Abdeslam erhärten.

In habertürk lesen wir unter der Schlagzeile „Countdown für Visafreies Europa hat begonnen“, nach dem Beschluss auf dem Türkei-EU-Gipfel über gegenseitige Visafreiheit bis Ende Juni habe die Türkei die Ärmel hochgekrempelt. Ziel sei es ab dem 1. Juli den türkischen Staatsbürgern eine visafreie Einreise nach Europa zu ermöglichen. Von den notwendigen 72 Kriterien seien 35 erfüllt worden. Nun gebe es noch drei wichtige Termine für die Türkei. Bis zum 4. Mai müsse die Türkei die verbliebenen 37 Kriterien für die Visafreiheit erfüllen. Dann werde die EU-Kommission dem Europarat den dritten und letzten Visabericht einreichen. Am 1. Juni werde das Rückführungsabkommen für die Drittländer in Kraft treten. Wenn alles wie geplant ablaufen sollte, werde für die türkischen Bürger am 1. Juli im Schengen-Raum die Visafreiheit beginnen.

Aus Sabah erfahren wir unter der Schlagzeile „aus dem Golfgebiet werden Milliarden in Immobilien fließen“, die Vorbereitungen für die erste Türkei-Organisation einer der renommiertesten Immobilienmessen der Welt Citycape seien abgeschlossen. Die Messe werde am morgigen Donnerstag im Istanbuler Kongresszentrum ihre Tore öffnen. Bis zum 26. März würden Besucher aus dem In- und Ausland die Möglichkeit haben, mit Citycape Turkey-Messe zu besuchen. Auf 7000 Quadratmetern würden 67 Aussteller auf sieben Ländern ihre Immobilien vorstellen. Bisher hätten sich aus mehr als 50 Ländern 1000 Besucher angemeldet.

 

 

Türkische Presseschau: 10.03.2016

Hier können sie einen Blick auf die türkische Presse werfen.

Türkische Presseschau: 10.03.2016

 

Wir haben wieder die wichtigsten Meldungen aus der türkischen Tagespresse für Sie zusammengestellt.

Sabah meldet unter der Schlagzeile „einheimischer Anteil in Verteidigung beträgt 76 Prozent“, Ministerpräsident Ahmet Davutoglu habe gestern ein riesiges Verteidigungsindustrie-Paket im Wert von 5,9 Milliarden Dollar unterzeichnet. Davon seien 4,5 Milliarden Dollar für einheimische Projekte vorgesehen wie Drohnen, Gewehre und der ATAK-Helikopter. Bei geplanten Treffen des Koordinierungsrates der Verteidigungsindustrie im April oder Mai werde auch der Privatsektor involviert. Bei dem Treffen werde über Maßnahmen beraten, um die Verteidigungsindustrie zu nationalisieren und die diesbezügliche Abhängigkeit aus dem Ausland zu reduzieren.

Yeni Safak berichtet unter der Schlagzeile „Unterwasser-Fiber von Türk Telekom“, Türk Telekom sei das erste und einzige türkische Unternehmen in dem Konsortium SEA-ME-WE-5, dass die wichtigste und schnellste Unterwasser-Datenverbindung herstelle. In diesem Rahmen sei dem internationalen Unterwasserfiberkabelsystem die Marmara-Station hinzugefügt worden. Das System werde Ende dieses Jahres in Betrieb gesetzt. Mit dem System würden in einer Gesamtlänge von 20.000 Kilometern von Asien bis nach Europa 17 Länder miteinander verbunden.

Hürriyet schreibt unter der Schlagzeile „Huber-Villa wird restauriert“, die Huber-Villa in Istanbuler Stadtteil Tarabya, die im Besitz des Staatspräsidiums stehe, werde restauriert. Um das historische Gebäude vor Einflüssen von außen zu schützen, sei die Villa mit einer Plane bedeckte worden.

In Star lesen wir unter der Schlagzeile „drei Flüsse, ein Mann“, Nil, Donau und Orchon. Prof. Dr. Haluk Dursun suche nach Spuren der osmanischen Kultur an diesen drei Flüssen. Nach den Büchern über den Nil und die Donau werde Dursun nun sein Buch über Orchon veröffentlichen. Das Donau-Buch sei ein Nachschlagewerk für alle diejenigen, die diese Geographie näher kennenlernen und im Herzen spüren wollen. Neben dem Reisebereicht des Verfassers würden das Buch auch Artikel und Gedichte verschiedener Personen beinhalten.


Weltpresse 10.03.2016

Auszüge aus der ausländischen Presse.

Weltpresse 10.03.2016

Associated Press: „Türkei fordert Zusammenarbeit mit UN“.

Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu habe mitgeteilt, dass sie mit dem Hochkommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR) darüber kooperieren wollten, wie die Flüchtlinge untergebracht und in ihre Herkunftsländer abgeschoben werden sollten. Çavuşoğlu habe zudem auf die Bekämpfung der Schleuser im ägäischen Raum hingewiesen. Die Türkei hege Bedenken, dass sie die Bedürfnisse der Flüchtlinge nicht decken könnte. In der Türkei seien bislang mehr als 2,7 Millionen Syrer untergebracht worden.

Reuters: „Bedeutender Triumph“.

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu habe gesagt, dass die Staats- und Regierungschefs der EU es angenommen haben, die Visa-Freiheit für türkische Bürger von Ende 2016 auf Juni vorzuziehen. Für die Inkraftsetzung der Visa-Freiheit werde die Türkei die erforderlichen rechtlichen Schritte tun, dazu gehöre auch die Anwendung neuer biometrischer Pässe, deren Fälschung sehr schwierig sei.

Deutsche Welle: „ EP-Berichterstatter“.

Die Unparteilichkeit des von der Türkei-Berichterstatterin im EU-Parlament, der niederländischen Politikerin Kati Piri verfassten Berichtsentwurfs über die Türkei sei besorgniserregend. Laut Co-Präsidenten des Türkei-EU Parlamentsausschusses, Istanbul Abgeordneter Ahmet Berat Çonkar (AKP) sei der Entwurf verfasst worden, ohne auf die Ansichten der türkischen Regierung hinreichend zu achten.

Krim-Nachrichtenagentur QHA: „Billiger Urlaubsmöglichkeit für Ukrainer in der Türkei“.

Der ukrainische Staatspräsident Petro Poroschenko habe erklärt, dass sie mit Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan über den Ausbau der Zusammenarbeit im Tourismusbereich eine Einigung getroffen hätten. Ukrainer würden künftig unter günstigeren Bedingungen in der Türkei Urlaub machen können.


Keyword: Weltpresse

Bin Ladens letzter Wille

Rund fünf Jahre nach der Tötung des Al-Kaida-Chefs haben US-Geheimdienste sein Testament veröffentlicht. Demnach legte Bin Laden fest, dass sein Vermögen von 27 Millionen Dollar für den Dschihad verwendet werden sollte.

Osama Bin Laden Porträt

Ein liniertes Blatt Papier, darauf handschriftlich auf Arabisch verfasst: "Ich hoffe (...), dass meinem Willen Folge geleistet wird und dass all das Geld, das ich im Sudan gelassen habe, für den Dschihad ausgegeben wird, um Allahs willen". Laut dem Büro des Nationalen Geheimdirektors der USA ist dies das Testament von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden. Es soll Ende der 1990er Jahre verfasst worden sein.

Was passierte mit Bin-Ladens Vermögen?

Bin Laden hatte zu Beginn des Jahrzehnts als offizieller Gast im damals islamistisch regierten Sudan in der Hauptstadt Khartum gelebt. Im Mai 1996 wurde er von der sudanesischen Regierung auf Druck der USA zur Ausreise aufgefordert und ging nach Afghanistan. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den USA wurde der saudi-arabische Millionär zum meistgesuchten Extremisten der Welt. Knapp zehn Jahre später, am 2. Mai 2011, spürten ihn US-Ermittler in pakistanischen Stadt Abbottabad auf. Bei einem Einsatz der Marine-Spezialeinheit Seals wurde er getötet.

Wo genau sich das Geld befand, bleibt der Zeitung zufolge unbekannt. Es sei auch unklar, was aus dem Vermögen geworden sei. Auch die US-Geheimdienste machten keine Angaben dazu, was aus dem Geld in dem afrikanischen Land seither wurde.

Bitte um Vergebung an den Vater

Neben dem letzten Willen Bin Ladens veröffentlichte die US-Behörde 112 weitere Dokumente, die beim US-Kommandoeinsatz in Bin Ladens Versteck in Pakistan gefunden worden waren. Dazu zählt auch ein Brief des Al-Kaida-Chefs an seinen Vater vom 8. August 2008. Darin brachte er demnach seine Sorge zum Ausdruck, getötet zu werden. "Wenn ich getötet werde, bete viel für mich und gib fortlaufend Almosen in meinem Namen", schrieb er. Seinen Vater bat er auch um Vergebung, ohne aber Reue zu zeigen: "Ich hätte gerne, dass du mir vergibst, sollte ich etwas getan haben, was dir nicht gefiel."

Kleinere Summen für die Familie

Laut der US-Zeitung "Washington Post" ist das Testament nicht datiert. Es unterstreiche aber, dass Bin Laden angesichts der immer häufiger gewordenen CIA-Drohneneinsätze im Anti-Terror-Kampf zunehmend um seine Sicherheit besorgt gewesen sei. In dem Dokument bestimmt er dem Bericht zufolge, kleinere Summen für Angehörige, darunter etwa seine Mutter, einer seiner Söhne, ein Onkel, mehrere Tanten, sowie für einige Untergebene.

Tausende Dokumente beschlagnahmt

Bei der Tötung Bin Ladens waren tausende Dokumente beschlagnahmt worden. Auf richterliche Anordnung wurden bereits im vergangenen Mai mehr als hundert der Schriftstücke freigegeben. Aus einigen Dokumenten geht auch hervor, dass Al-Kaida-Mitglieder zunehmend wegen Spionen in den eigenen Reihen, Drohnen sowie geheimen Peilsendern besorgt waren. So schrieb Bin Laden einem Gehilfen, bei der Zahlung von Lösegeldern schnell den Koffer zu entsorgen. Seine Unterhändler im pakistanischen Peshawar wies er an, das Haus nur an bewölkten Tagen zu verlassen. Damit spielte er offenbar auf Drohnen an, mit denen die USA mutmaßliche Extremisten bekämpfen.

Pakistanische Soldaten stehen um die Ruine des Hauses von Osama Bin Laden in Abbottabad (Foto: rtr)

In diesem Haus in Pakistan spürte der US-Geheimdienst Osama bin Laden im Mai 2011 auf

Und auch die Rivalitäten unterschiedlicher Dschihadistengruppen scheinen den Al-Kaida-Chef gesorgt zu haben. Sie forderte Bin Laden in einigen Dokumenten, man solle sich auf den Erzfeind USA konzentrieren, statt sich in Konflikten mit Regierungen im Nahen Osten und der Golfregion zu verausgaben.

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